Schwarze Serenaden und Modern Jazz

Oleg Kagan Musikfest als Brückenschlag

 

Kreuth – Dieses Musikfest schlägt Brücken zwischen den Welten: Brücken zwischen der Alten und der neuen Welt, zwischen der klassischen und der zeitgenössischen Musik, zwischen dem Volkslied und der Kunstmusik. Und doch wartet das diesjährige Oleg Kagan Musikfest am Tegernsee in Wildbad Kreuth vom 3. bis 14. Juli mit einer Reihe von Kontrasten auf. So wird es Klangfarben-Kontraste durch ungewohnte Instrumentenkombinationen geben, Kontraste durch die Gegenüberstellung thematisch verwandter Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Alfred Schnittke. Damit erfüllt sich der Leitgedanke des 13. Oleg Kagan Musikfestes: durch Kontraste spannende Verbindungen entdecken.

 

Von den zwölf Konzerten erfüllen einige Abende dieses Motto besonders eindrucksvoll. So gibt es am 7. Juli „Schwarze Serenaden“ von Bohuslav Martinu, Carl Nielsen, Alfred Schnittke und Wolfgang Amadeus Mozart zu hören. Die Werke verströmen eine düstere Grundstimmung und bieten höchst ungewöhnliche Instrumentenkombinationen, die durch ihre Komplexität und Vielschichtigkeit zusätzlich dunkel und geheimnisvoll wirken

 

Kontraste zwischen Volkslied und Kunstmusik zeigt ein Liederabend mit Christian Gerhaher am 9. Juli auf. Auf dem Programm stehen die Bearbeitungen Schottischer Volkslieder von Joseph Haydn sowie die Eichendorff-Vertonungen von Robert Schumann - Vier Lieder und der Liederkreis op. 39. Haydns Volksliedbearbeitungen haben in Forschung und Musikpraxis bislang wenig Beachtung gefunden.

 

Ausschließlich Musik des 20. Jahrhunderts - Streichquartette und ein Klavierquintett - spielt das weltbekannte Kronos Quartett am 12. Juli. Es wird am Klavier verstärkt durch Irina Schnittke, die Witwe des 1998 verstorbenen Alfred Schnittke.

 

„Cello plus ...“ heißt es am 13. Juli, wenn die Festivalleiterin Natalia Gutman zusammen mit zwei ihrer Meisterschüler Stücke in ungewöhnlicher Besetzung interpretiert. An dem Abend wird die ganze Bandbreite kammermusikalischer Werke von Luigi Boccherini über Zoltan Kodaly, Anton Arensky bis hin zum 1942 geborenen Viktor Suslin hörbar. Kontraste im Modern Jazz bietet schließlich die fünfköpfige Gruppe Mathias Haus Projekt zum Abschluss des Musikfestes am 14. Juli.

 

Dazwischen liegen Konzerte mit dem Borodin Quartett, eine Matinee „Jazz in der Klassik“, ein Abend mit der bayerisch-bissigen Biermösl Blosn, ein Orchesterkonzert mit den Moskauer Solisten und andere mehr. Alle Konzerte mit Ausnahme des Sonderkonzertes am 30. Juni auf Schloss Ringberg finden im Festsaal der Hanns-Seidel-Stiftung in Wildbad Kreuth statt. Schirmherr des Festivals ist kein geringerer als Claudio Abbado, bei der Programmgestaltung wirkte neben Natalia Gutman auch der Klarinettist Eduard Brunner mit. Die Festival-Leitung liegt in Händen von Renita Engel-Aschoff.

 

Nähere Informationen und Kartenvorverkauf:

Musikfest Kreuth e.V.

Tel.: 08029/1820  *  Fax 08029/1828

e-Mail: musikfest@kreuth.de

Internet: www.oleg-kagan-musikfest.de