„Klangfarben-Konstraste“ – unter
diesem Titel hat der Klarinettist Eduard Brunner ein klassisch-romantisches
Programm mit reizvollem Kolorit zusammengestellt. In Werken von Robert
Schumann, Johannes Brahms und Wolfgang Amadeus Mozart erklingen ungewöhnliche
Instrumentenkombinationen, in denen die Komponisten mit dem Kontrast zwischen
Klavier- und Holzbläserklang wirkungsvoll spielen.
Robert Schumanns Adagio und
Allegro As-dur op. 70 für Klavier und Horn ist
ein Charakterstück von mitreißendem Schwung, bei dem Horn und Klavier in einem
innigen Dialog miteinander kommunizieren. Schumann hatte kurz vor der Komposition
im Jahr 1849 gerade sein Interesse für das neuentwickelte Ventilhorn entdeckt,
dessen spezifische Spiel- und Klangmöglichkeiten er im „Adagio und Allegro op.
70“ wirkungsvoll nutzt.
Im
Trio a-moll op. 114 von Johannes Brahms
treffen drei Instrumente aus verschiedenen Instrumentengattungen aufeinander:
Klarinette, Violoncello und Klavier – Instrumente, deren charakteristische
Klangfarben wenig dazu neigen, miteinander zu verschmelzen, sondern sich
kontrastreich ergänzen. Von den technischen Möglichkeiten und dem
Ausdrucksspektrum der Klarinette hat Brahms sich 1890 durch die Bekanntschaft
mit dem Soloklarinettisten Richard Mühlfeld inspirieren lassen und ein Werk
voller Klangzauber und idyllischen Stimmungsbildern geschaffen.
Das
ungewöhnlich besetzte Klarinettenquintett Es-dur KV 452 hielt schon sein Schöpfer Wolfgang Amadeus
Mozart „für das Beste, was ich noch in meinem
Leben geschrieben habe“. In kammermusikalischer Balance agieren die Instrumente
in ihren klanglichen Eigenarten. Ein virtuoser Klavierpart und gesangartige
Bläserpassagen, eine Verschränkung der Stimmen und das bruchlose Weiterreichen
musikalischer Motive eröffnet einen Reigen farblicher Mischungen und Kontraste.
Eduard Brunner, der immer wieder durch seine spannenden Programme
besticht, hat herausragende Kammermusik-Partner um sich geschart: die Oboistin
Louise Pellerin, der Hornist Bruno Schneider und der Fagottist Dag Jensen
spielen gemeinsam mit der Cellistin Natalia Gutman und der Pianistin Elisso
Wirssaladze.
Robert
Schumann (1810-1856)
Adagio
und Allegro As-dur op. 70 für Klavier und Horn
Johannes Brahms (1833-1897)
Trio
a-moll op. 114 für Klarinette, Violoncello und Klavier
- Pause -
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Quintett
Es-dur KV 452 für Klavier und Holzbläser
Louise
Pellerin, Oboe
Eduard
Brunner,
Klarinette
Bruno
Schneider,
Horn
Dag Jensen, Fagott
Natalia
Gutman,
Violoncello
Elisso
Wirssaladze, Klavier
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