„Begegnungen
– Freundschaft in der Musik“
Unter
dem Dach der deutsch-russischen Kulturbegegnungen
Das Internationale Oleg Kagan Musikfest lädt zum 14.
Mal in den malerischen Festsaal Wildbad Kreuth im bayrischen Tegernseer Tal –
vom 3. bis 15. Juli 2003. In diesem Jahr unter dem Dach der deutsch-russischen
Kulturbegegnungen, die unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundespräsidenten
Rau und des russischen Staatspräsidenten Putin stehen. Die Idee zu diesem großen
gemeinsamen Kulturprojekt entstand 2001, als der damalige Beauftragte für
Kultur und Medien, Staatsminister Nida-Rümelin und der russische Kulturminister
Schwydkoi vereinbarten, in Deutschland und Russland zwei Jahre – 2003 und
2004 – einen besonders engen kulturellen Austausch zu pflegen. Das feste Band
zwischen deutscher und russischer Kultur zu stärken, durch die Kultur Grenzen
zu überwinden und Vertrauen zu vertiefen sind der Kerngedanke der
Kulturbegegnungen – ein Anliegen, dem das Musikfest Kreuth schon seit seinem
Bestehen folgt.
Nur eine Autostunde von München entfernt bietet das
sommerliche Festival auch in diesem Jahr zwei Wochen lang exquisite
Kammermusikkonzerte vor malerischer Bergkulisse im herzoglichen Festsaal von
Wildbad Kreuth. Die Idee dazu entstand, als der russische Ausnahmegeiger Oleg
Kagan 1989 gemeinsam mit seiner Frau, der Cellistin Natalia Gutman, Wildbad
Kreuth entdeckte, den idyllischen Ort, an dem schon russische Zaren zu Gast
waren: ein Kammermusikfestival wurde geboren. Getragen wird das Festival seitdem
von der freundschaftlichen Verbundenheit mit herausragenden Musikern, die von
Beginn an das hohe künstlerische Niveau des Festivals garantierten.
Das Kammermusikfestival steht in diesem Jahr unter
dem Leitmotiv „Begegnungen – Freundschaft in der Musik“, denn es sind die
Begegnungen zwischen Menschen, aus denen Freundschaften entstehen und die die
Verbindungen zwischen deutscher und russischer Musikkultur tragen. Und so lud
die künstlerische Leiterin des Festivals, Natalia Gutman, in diesem Jahr ihre
musikalischen Weggefährten dazu ein, Konzertprogramme zu gestalten und
gemeinsam mit befreundeten Musikern zu musizieren: Den Bratschisten Yuri Bashmet,
die Pianistinnen Elisso Wirssaladze und Katia Tchemberdji, die Geiger Kolja
Blacher und Viktor Tretjakov sowie den Klarinettisten Eduard Brunner. Die
Festival-Leitung liegt wieder in den bewährten Händen von Renita
Engel-Aschoff.
„Freundschaftsbande“ titelt nicht von ungefähr
das Eröffnungskonzert zum diesjährigen Festivalauftakt am 3. Juli 2003, mit
Kammermusik von Robert Schumann und Johannes Brahms. Das kongeniale Duo Natalia
Gutman (Cello) und Elisso Wirssaladze (Klavier) spielt am Samstag, den 5. Juli
Werke von Beethoven, Chopin und Rachmaninow. Die Matinee am Sonntagvormittag, 6.
Juli um 11.00 Uhr, bringt eine Schubertiade, in der neben Kammermusik von Franz
Schubert auch eine Uraufführung von Katia Tchemberdji zu hören ist – eine
„Hommage à Schubert“.
Der Geiger Kolja Blacher lädt am Mittwoch, den 9.
Juli seine Freunde u.a. zu Klavierquartetten von Brahms (op. 26) und Schumann
(op. 47). Und der Geiger Viktor Tretjakow hat am Freitag, den 11. Juli ein
spannendes deutsch-russisches Programm zusammengestellt: mit Sonaten von Sergej
Prokofjew und Johannes Brahms, außerdem Brahms‘ Klaviertrio op. 101.
Die Musik im Paris der Goldenen Zwanziger Jahre
inspirierte den Klarinettisten Eduard Brunner und weitere Spitzensolisten zu
einem geistreich-heiteren Programm am Samstag, den 12. Juli: mit Werken wie
Martinůs „Küchenrevue“, den Scherzliedern „Pribaoutki“ von
Strawinsky und der Kantate „Le bal masqué“ von Poulenc. Elisso Wirssaladze
lädt am Sonntag, den 13. Juli zu Klarinettensonaten von Mendelssohn Bartholdy
und Reger mit Eduard Brunner. Und mit weiteren Kammermusikpartnern für
Schumanns Klavierquintett op. 44.
Gleich zwei Konzerte bestreitet das preisgekrönte
Amati Quartett: „Eduard Brunner gewidmet“ ist das Konzert am Montag, den 14.
Juli überschrieben, denn sowohl Jean Françaix als auch Toshio Hosokawa
widmeten Eduard Brunner ihre Klarinettenquintette. Kammermusikalische
Schmuckstücke, Quartette und Quintette mit Holzbläsern und Streichern aus
der Feder Mozarts stehen am 15. Juli zum Ausklang des Festivals mit Janne
Thomsen (Flöte), Bernhard Heinrichs (Oboe), Eduard Brunner (Klarinette) und dem
Amati Quartett auf dem Programm.
Einen weiten Bogen über die Epochen schlägt das
estnische Ensemble Hortus Musicus am Donnerstag, den 10. Juli. Musik des
Mittelalters begegnet dem estnischen Komponisten Arvo Pärt, der zahlreiche
seiner Werke dem Dirigenten und Gründer von Hortus Musicus, Andres Mustonen,
widmete und Hortus Musicus mit der Uraufführung betraute. Werke wie Pärts
„Fratres“ treffen auf Musik aus der mittelalterlichen Sammlung „Carmina
Burana“. Im zweiten Teil des Programms: Festliche Musik von europäischen Höfen
der Renaissance.
Auf Schloss Ringberg präsentiert der Saxophonist
Federico Mondelci am Sonntag, den 6. Juli um 18.00 Uhr die Ergebnisse des
Festival-Workshops mit seinen Meisterschülern. Der Förderung hochbegabter
Nachwuchskünstler ist ein Konzert am Dienstag, den 8. Juli gewidmet. Natalia
Gutman und Elisso Wirssaladze präsentieren um 19.30 Uhr im Festsaal Wildbad
Kreuth junge Musiker mit Glanzstücken der Kammermusik. Der Erlös des Abends
kommt den jungen Talenten zugute. Es spielen: Nicolas Koeckert (Violine),
Alexander Buslow (Violoncello), Michael Samsonov (Violoncello), Liliane Akopova
(Klavier) und Dmitri Sternberg (Klavier).
In Einführungsvorträgen informiert Kerstin
Piribauer über die Konzerte „Paris in den Goldenen Zwanzigern“ am 12. Juli
und „Eduard Brunner gewidmet“ am 14. Juli: jeweils um 18.30 Uhr – eine
Stunde vor Konzertbeginn.
Karten und
Informationen:
Musikfest Kreuth e.V.
Geschäftsstelle Kurverwaltung Kreuth
Telefon +49 (0) 8029/1820
Fax
+49 (0) 8029/1828