„Junge Virtuosen stellen sich vor“
Glanzstücke der Kammermusik mit jungen Talenten
Am Dienstag, den 8. Juli 2003, 19.30 Uhr, präsentieren
Natalia Gutman und Elisso Wirssaladze beim 14. Internationalen Oleg Kagan
Musikfest im Festsaal von Wildbad Kreuth fünf junge talentierte Musiker und
Musikerinnen, die bereits Erfolge in renommierten Wettbewerben erzielen konnten.
Das Musikfest in Kreuth gibt ihnen in einem Konzert der Nachwuchsmusiker die Möglichkeit,
mit virtuosen Glanzstücken der Kammermusik aufzutreten. Die jungen Talente
spielen für den Erlös des Abends. Daher besteht nach dem Konzert die
Gelegenheit, den Künstlern durch freiwillige Zuwendungen Anerkennung zu zollen
oder sie gar zu einem Konzert zu verpflichten.
Die Pianistin Lilian
Akopova, 1983 in Armenien geboren, hat bereits als 11-Jährige die ersten
Klavierwettbewerbe gewonnen. Seit dem vergangenen Jahr ist sie Schülerin in der
Klavierklasse von Elisso Wirssaladze an der Münchner Musikhochschule und konnte
in diesem Jahr den Münchner Steinway-Preis erlangen. Lilian Akopova spielt die
erste Klaviersonate C-dur op. 1 von Johannes Brahms, mit der der damals 20-Jährige
Brahms sein pianistisches Debüt im Leipziger Gewandhaus gab. Das Werk markierte
bereits die Reife und ungewöhnliche Begabung des Komponisten – die seiner
Interpretin lässt sich beim Musikfest in Kreuth hören!
Der gebürtige Moskauer Alexandre Bouzlov studiert in seiner Heimatstadt in der Celloklasse
von Natalia Gutman am Moskauer Konservatorium und zählte bereits Mstislav
Rostropowitsch zu seinen Lehrern. Im vergangenen Jahr gab der talentierte
Cellist Alexandre Bouzlov sein Konzertdebüt in New York und konzertiert seitdem
in den Ländern Europas, in Asien, den USA und natürlich in seiner russischen
Heimat. Beim Oleg Kagan Musikfest spielt er die Cellosonate A-dur von César
Franck, begleitet vom Pianisten Viacheslav Poprugin. Diese Sonate mit
impressionistischem Klangfarbenreichtum, hochgradiger Melodik und dramatischer
Leidenschaft fordert einen Virtuosen von Rang.
Der junge Violinvirtuose Nicolas Koeckert, geboren in München, war im Juni 2002 Preisträger
des Tschaikowsky-Violinwettbewerbs in Moskau und erhielt im vergangenen Jahr den
Bayerischen Kunstförderpreis. Mit der Mélodie Es-dur op. 42 Nr. 3 und dem
Valse-Scherzo C-dur op. 34 von Peter Tschaikowsky erklingen zwei Zeugnisse
kompositorischer Meisterschaft Tschaikowskys für Violine und Klavier, es
begleitet Dudi Mazmanishvili. Mit dem Großen Capriccio op. 26, einer
eindrucksvollen Bearbeitung von Schuberts Erlkönig, spielt Nicoals Koeckert
eines der technisch anspruchsvollsten Werke für Violine: Hörbar ist hier noch
heute, dass der Komponist Heinrich Wilhelm Ernst mit dieser virtuosen
Komposition in den Wettstreit mit dem „Teufelsgeiger“ Paganini trat.
Der in Weißrussland geborene Cellist Mischa
Samsonov studierte an der Musikhochschule seines Heimatlandes, der Guildhall
School of Music in London und setzt seit dem Jahr 2000 seine Ausbildung in der
Celloklasse der Stuttgarter Musikhochschule bei Natalia Gutman fort.
Meisterkurse bei Mikhail Kopelman und Boris Pergamenschikov rundeten seine
virtuosen Fähigkeiten ab, die er bereits bei Auftritten in Europa und in den
USA, wo er in New York bei den Vereinten Nationen ein Rezital gab, unter Beweis
stellen konnte. Mit seiner Frau Valeria Nasushkina, Violine, präsentiert er in
Kreuth eine Spezialität für Musikfreunde: Das Duo für Violine und Violoncello
op. 7 von Zoltán Kodály ist ein selten gehörtes Werk, das Kodály im Geiste
ungarischer Volksmusik schuf.
Der Pianist Dmitri
Shteinberg, geboren in Moskau, studierte nach seiner Übersiedlung nach
Israel an der Hochschule in Tel Aviv, später an der Manhattan School of Music
in New York, wo er derzeit seine Promotion abschließt. In internationalen
Wettbewerben ausgezeichnet konnte er in jüngster Zeit in den USA den „Artists
International Debut Award“ gewinnen und konzertierte bereits im Weill-Saal der
Carnegie Hall, New York. Beim Oleg Kagan Musikfest ist er mit der
c-moll-Klaviersonate op. 29 von Sergej Prokofjew zu hören, die mit ihrem
schwermütig-amüsantem Pulsschlag nicht nur Prokofjew als wahren „Tastenlöwen“
präsentiert.
Karten und
Informationen:
Musikfest Kreuth e.V.
Geschäftsstelle Kurverwaltung Kreuth
Fon +49 (0) 8029/1820
Fax +49 (0) 8029/1828