
Am Samstag, den 10. Juli 2004, bietet das Oleg Kagan Musikfest herausragende Kammermusikwerke aus dem Spätwerk Robert Schumanns in exquisiter Besetzung: Alexander Trostiansky (Violine), Natalia Gutman (Violoncello) und Alexei Lubimov (Hammerklavier) spielen im ersten Teil des Konzertabends Duo-Kompositionen: Schumanns Violinsonate d-moll op. 121 und die Drei Fantasiestücke op. 73 für Violoncello und Klavier. Im zweiten Teil des Konzerts sind die Musiker gemeinsam mit Schumanns letztem Klaviertrio, dem Trio g-moll op. 110, zu hören.
Das meisterliche Spiel des Geigers Alexander Trostiansky und sein „silberner Ton“ sind von der Presse vielfach gerühmt worden. Ein umfangreiches Repertoire, dass die großen Violinkonzerte ebenso wie eine Fülle von Kammermusik und Musik des 20. Jahrhunderts umfasst, führt ihn regelmäßig in die Konzertsäle Europas und in die USA. Seine Konzerterfahrung gibt er als Professor für Violine am Moskauer Konservatorium weiter.
Sein Klavierpartner beim Oleg Kagan Musikfest, Alexei Lubimov, zeigt durch seine Arbeit auf Originalinstrumenten von Barock bis Romantik und durch sein Engagement für zeitgenössische Musik immer wieder seine große Vielseitigkeit. Beim Schumann-Abend spielt er auf einem Hammerflügel, einem Vorläufer unseres modernen Konzertflügels. Auf diesem Instrument sind schon zu Schumanns Zeit die romantischen Klavierwerke und die kammermusikalischen Klavierparts erklungen. Der Hammerflügel erfreut sich heute wieder aufgrund seiner großen Ausdrucksklarheit wachsender Beliebtheit im Konzertleben.
Für den im Programmfaltblatt angekündigten Cellisten Alexander Rudin übernimmt Natalia Gutman, künstlerische Leiterin des Festivals, selbst den Cellopart in den Fantasiestücken und im Klaviertrio.
Robert Schumann, unter den romantischen Komponisten der sicherlich Romantischste, hat insbesondere in seinen späten Werken zu einer Tonsprache gefunden, die ein Gefühlsspektrum voll poetischer Tiefe ausbreiten, das uns heute tief berührt.
Seine Violinsonate op. 121 aus dem Jahre 1851 ist ein großes konzertantes Duo mit hohen spieltechnischen Anforderungen und starkem Ausdrucksgestus. Die Fantasiestücke op. 79 aus dem Jahr 1849, hier in der Fassung für Violoncello und Klavier zu hören, hat Schumann selbst für musikalische Soireen gedacht. Es sind kammermusikalische Miniaturen mit liedhaftem Charakter. Das Klaviertrio g-moll op. 110 schließlich, Schumanns drittes und zugleich letztes Werk dieser Gattung aus dem Jahr 1851, ist ein Spätwerk voller visionärer Kraft, das so packend wie meisterhaft die innere Zerrissenheit des Komponisten hörbar macht.
Der Schumann-Abend findet im Festsaal von Wildbad Kreuth statt und beginnt um 19.30 Uhr. Für weitere Informationen über Konzerttermine, Programm und Mitwirkende des Oleg Kagan Musikfestes können Sie ein Programmfaltblatt bei der Kurverwaltung Kreuth erhalten. Programmhinweise und aktuelle Informationen bietet Ihnen unsere Website www.oleg-kagan-musikfest.de.
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