Schauspielerin Sunnyi Melles beim Oleg Kagan Musikfest

Gerade feierte sie im Residenztheater München erfolgreich Premiere mit Shakespeares „Maß für Maß“ und war beim Berliner Theatertreffen mit „Onkel Wanja“ von Anton Tschechow zu Gast – der Schauspielstar Sunnyi Melles. Dem Oleg Kagan Musikfest ist es nun gelungen, sie für das Konzert am Dienstag, den 13. Juli 2004 um 19.30 Uhr mit zwei fantastischen Geschichten von Tibor Harsányi und Camille Saint-Saëns zu gewinnen. Ihre Liebe zur Musik hat Sunnyi Melles dazu bewogen diesem Projekt trotz ihres engen Terminkalenders eine Zusage zu geben. „Musik ist für mich wie eine zweite Seele“, so bekennt Sunnyi Melles, und erwartet mit Begeisterung ein Konzert, in dem sich zauberhafte und abenteuerliche Geschichten mit höchst einfallsreicher und spielerischer Musik verbinden. Das Oleg Kagan Musikfest hat damit gleich zwei der bedeutendsten Protagonisten des deutschen Theaters zu Gast, denn zum Mozart-Konzert am Freitag, den 9. Juli um 19.30 Uhr wird Thomas Holtzmann, ebenfalls Ensemblemitglied des Residenztheaters München, erwartet.

Sunnyi Melles, verheiratet mit Peter Prinz zu Sayn-Wittgenstein, gehörte seit 1980 zum Ensemble der Münchner Kammerspiele und ist seit dem Jahr 2001 beim Bayerischen Staatsschauspiel. Zu den prägenden Rollen ihrer glanzvollen Karriere gehören die Emilia in Schillers „Emilia Galotti“, die Desdemona in Shakespeares „Othello“ am Burgtheater Wien oder „Die Buhlschaft“ im „Jedermann“ von Hofmannsthal bei den Salzburger Festspielen. Sunnyi Melles wurde nicht nur mit der Auszeichnung „Theaterschauspielerin des Jahres“ bedacht und erhielt die „Satyr-Knöpfe“ als bedeutendste Schauspielerin der Zeit, sondern wurde auch für ihre Filmrollen hoch geehrt: Sie spielte in Doris Dörries „Paradies“ ebenso wie in Glücks für den Oscar nominiertem Film „1938“. Ihre Vielseitigkeit als Filmschauspielerin bewies sie im Faust-Film von Dieter Dorn ebenso wie in „Long hello and short goodbye“ (Regie: R. Kaufmann), „Octopussy“ oder in „Pumuckl und das Zirkusabenteuer“, der 2002 in die Kinos kam.

Den heiteren Konzertabend eröffnet eine Suite des ungarischen Komponisten Tibor Harsányi, der sich in den 30er Jahren in Paris aus einem Kreis emigrierter Musiker als einflussreiche Persönlichkeit entwickelte und die französische Leichtigkeit mit der Ausdruckskraft der ungarischen Musik verband. Seine Suite „L’histoire du Petit Tailleur“ von 1950 nach einem Puppenspiel des Komponisten aus dem Jahr 1939 ist eine echte Entdeckung. Mit ungeheurem musikalischem Einfallsreichtum wird hier die aus dem Märchen der Gebrüder Grimm bekannte Geschichte um den Fliegentöter erzählt, der nach wilden Abenteuern die Hand der Königstochter erringt. Saint-Saëns‘ „Karneval der Tiere“ aus dem Jahr 1886, den Loriot mit einer hinreißenden Geschichte um ein ausgelassenes Fest im Versteck einer Waldlichtung versehen hat, erklingt im zweiten Teil des Programms. Als Parodie verschiedener Kompositionsstile hat Saint-Saëns sein Werk voll humorvoller Einfälle verstanden.

Eine weitere echte Rarität erklingt zwischen diesen beiden musikalischen Geschichten. Dem Geiger Pavel Vernikov widmete der russische Komponist Leonid Hoffman (*1945) seine Komposition „Fantasie und Freilechs“ (Freichlechs bedeutet Freudentanz) für Violine, Violoncello und Klavier. Als musikalischen Spaß hat der Komponist, der sonst in der Tradition der Zweiten Wiener Schule schreibt, dieses Werk verfasst, in dem er jüdische Klezmer-Musik humorvoll verarbeitet.

Das gesamte Programm und seine Mitwirkenden hier in der Übersicht:

 

Dienstag, 13. Juli 2004,

19.30 Uhr Festsaal Wildbad Kreuth

 

Tibor Harsányi (1898-1945)

„L’histoire du Petit Tailleur“

Suite für Sprecher, sieben Instrumente und Schlagzeug

 

Leonid Hoffman (*1945)

Fantasie und Freilechs (Freudentanz)

für Violine, Violoncello und Klavier

 

Camille Saint-Saëns (1835-1921)

Karneval der Tiere

Fantaisie zoologique für 2 Klaviere und kleines Orchester

 

Sunnyi Melles, Erzählerin

Benoît Fromanger, Flöte

Bettina Faiss, Klarinette

Jukako Usui, Horn

Alexander Lenkov, Fagott

Alexander Kagan, Violine

Mariya Lyubcheva Hristova, Viola

Myung-Jin Lee, Violoncello

Benjamin Sonmez, Violoncello

Artem Chirkov, Kontrabass

Olga Andryuschenko, Klavier

Alexei Zouev, Klavier

Raimund Curfs, Schlagzeug

Violine und Leitung: Pavel Vernikov

 

Das Konzert findet im Festsaal von Wildbad Kreuth statt und beginnt um 19.30 Uhr. Für weitere Informationen über Konzerttermine, Programm und Mitwirkende des Oleg Kagan Musikfestes können Sie ein Programmfaltblatt bei der Kurverwaltung Kreuth erhalten. Programmhinweise und aktuelle Informationen bietet Ihnen unsere Website www.oleg-kagan-musikfest.de.

 

 

Karten und Informationen:

Musikfest Kreuth e.V.

Geschäftsstelle Kurverwaltung Kreuth

Fon +49 (0) 8029/1820

Fax +49 (0) 8029/1828

musikfest@kreuth.de

www.oleg-kagan-musikfest.de