Mit seinem grandiosen Klavierspiel konnte sich Jakob Katsnelson vor wenigen Tagen als zweiter Preisträger des Svjatoslav-Richter-Wettbewerbs in Moskau durch alle Runden des Concours behaupten. Natalia Gutman, Jury-Mitglied und künstlerische Leiterin des Oleg Kagan Musikfestes, hat das Ausnahmetalent nun für das vorangekündigte Sonderkonzert am 12. Juli gewonnen. Im Festsaal von Wildbad Kreuth hat Jakob Katsnelson in einem Klavierrecital die Gelegenheit, die große Bandbreite seines Repertoires zu präsentieren: mit Klavierwerken von Johann Sebastian Bach, Sergej Prokofjew und Franz Liszt.
Jakob Katsnelson ist 1976 in Moskau geboren und besuchte von 1981 bis 1993 die Moskauer Gnessin-Musikschule für Hochbegabte und erhielt Klavier- und Flöten-Unterricht. 1993 schloss er beide Fächern mit Auszeichnung ab. Anschließend studierte er Klavier bei Professor Elisso Wirssaladze am staatlichen Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Dem jüngsten Erfolg beim 1. Internationalen Svjatoslav-Richter-Wettbewerb in Moskau gingen bereits einige preisgekrönte Auftritte voraus: 1992 – Katsnelson war da gerade einmal 16 Jahre alt – erhielt er Auszeichnungen beim russischen All-Union-Wettbewerb für junge Künstler und beim 10. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig. 1999 war er Finalist im „Concours Musical International Reine Elisabeth de Belgique“ in Brüssel mit anschließenden Konzerten in Belgien. Und schon im Folgejahr, 2000, war er Preisträger beim „Concours Géza Anda“ in Zürich. 2001 erhielt er für die beste Interpretation eines Beethoven-Werkes beim 2. Internationalen Klavierwettbewerb in Tbilissi (Georgien) einen Spezialpreis und 2003 war er Finalist im „Concours Clara Haskil“ in Vevey.
Jakob Katsnelson gab Solo- und Kammermusikkonzerte in Russland, Georgien, Belgien, Italien, England, Spanien, Israel, Ungarn, Schweiz und Frankreich. In Deutschland trat er bereits im Gewandhaus Leipzig und bei Festivals in Usedom und Münster auf. Vor zehn Jahren war Jakob Katsnelson schon beim 6. Internationalen Oleg Kagan Musikfest 1995 Gast in einem „Konzert für junge Solisten“. Für das Stammpublikum ist das diesjährige Konzert also eine gute Gelegenheit zu verfolgen, wie sich das pianistische Talent weiterentwickelt und vervollkommnet hat. Heute ist der Pianist nicht nur im Konzertleben aktiv, sondern unterrichtet: als Assistenz-Professor von Elisso Wirssaladze am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau und im Fach Liedgestaltung am Moskauer Gnessin-Institut.
Für das Sonderkonzert im Festsaal von Wildbad Kreuth hat Jakob Katsnelson ein ausgefeiltes und spannendes Programm vorgesehen. Nach der Partita Nr. 1 B-dur BWV 825 von Johann Sebastian Bach erklingt die Klaviersonate Nr. 6 A-dur op. 82 von Sergej Prokofjew. Und nach der Pause erwartet Sie Klaviermusik von Franz Liszt: Neben „Sposalizio“, der „Canzonetta del Salvator Rosa“, dem Petrarca-Sonett Nr. 123 in Liszts pianistischer Deutung und „Les jeux d’eau à la Villa d’Este“ aus den „Années de pèlerinage“ bringt Jakob Katsnelson zum Abschluss Liszts beliebte Konzertparaphrase nach Richard Wagners Tannhäuser-Ouvertüre.
Der Klavierrecital mit Jakob Katsnelson findet im Festsaal von Wildbad Kreuth statt und beginnt um 19.30 Uhr. Karten (40 / 30 / 20 / 10 EUR) und Informationen erhalten Sie bei der Kurverwaltung Kreuth. Der Teilerlös des Konzerts kommt dem Pianisten zugute.
Karten
und Informationen:
Geschäftsstelle Musikfest
Kreuth e. V.
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D-83708 Kreuth am Tegernsee
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