Kontraste als Programm: Gegensätze prägen

das Internationale Oleg-Kagan-Musikfest am Tegernsee

  

Kreuth - Das Internationale Oleg-Kagan-Musikfest am Tegernsee wartet im Sommer 2002 mit einem neuen programmatischen Schwerpunkt auf. Unter dem Motto „Kontraste“ werden vom 3. bis 14. Juli in der Idylle von Wildbad Kreuth Gegensätze in der Musikliteratur in Verbindung miteinander gebracht. Kontraste werden hörbar, wenn sich Gattungen der Musikgeschichte, wie etwa Suiten oder Serenaden, aus verschiedenen Epochen gegenüber stehen. Und Kontraste werden spürbar aus Reflexionen nachgeborener Komponisten über die großen Klassiker der Musikgeschichte, etwa wenn Igor Strawinsky Johann Sebastian Bach verwendet.

 

Aus neuer Perspektive erscheinen Werke von uns so vertrauten Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart, Bach oder Ludwig van Beethoven im Zusammenspiel mit der Moderne. Erst durch den Kontrast, die Gegenüberstellung, wird ein neuer Blickwinkel auf die Musikgeschichte möglich. Dies ist die Konzeption des 13. Oleg-Kagan-Musikfestes im Sommer, für das sich bereits jetzt wieder viele Musikliebhaber interessieren. Der Beginn des Kartenvorverkaufes wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 

Inzwischen liegen auch die Ergebnisse einer Befragung vor, mit der die Organisatoren des erfolgreichen Festivals herausfinden wollten, wie die Besucher der Konzerte die Musikabende und das organisatorische Umfeld beurteilen.  Prof. Dr. Jürgen Schmude und  Dipl.-Geogr. Stefan Neumayr von der Universität Regensburg hatten dazu bei allen 14 Konzerten im Sommer 2001 Fragebögen an die Gäste ausgeteilt. Es konnte die Meinung von fast 80 Prozent der Konzerbesucher erfasst werden, so dass das Ergebnis als durchaus repräsentativ gilt. Der „durchschnittliche“ Konzertbesucher nahm 2001 bereits zum vierten Mal am Oleg-Kagan-Musikfest teil und besuchte rein statistisch 2,6 Konzerte. Fast 80 Prozent der Gäste kommen aus Bayern.

 

Wie wichtig es ist, bereits heute an das Publikum von morgen zu denken, zeigt ein Ergebnis der Befragung: Rund 70 Prozent der Gäste sind älter als 50 Jahre. Im Hinblick auf Organisation und musikalische Gestaltung bekamen die Veranstalter überwiegend gute Noten vom Publikum. Mehr als die Hälfte der Besucher zeigte sich mit den bisherigen Anfangszeiten der Konzerte einverstanden. Eine große Mehrheit der Besucher sprach sich allerdings dafür aus, Nachwuchskünstler in Zukunft häufiger ins abendliche Hauptprogramm aufzunehmen. Weit vorne bei den positiven Eindrücken rangieren der außergewöhnlich reizvolle landschaftliche Rahmen des Festivals, die Qualität der Künstler und die Programmgestaltung.

 

Doch auch gute Ratschläge gab es seitens des Publikums. So werden eine verbesserte Ausschilderung des Veranstaltungsortes Wildbad Kreuth und seine Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, eine Aufwertung der Verpflegung in den Konzertpausen und der Aufbau einer eigenen Homepage mit Bestellmöglichkeiten für die einzelnen Konzerte gewünscht.

 

 

von links: Dipl.-Geogr. Stefan Neumayr  -  Renita Engel-Aschoff, 1. Vorsitzende Musikfest Kreuth  -  Prof. Dr. Jürgen Schmude