Überwiegende Zufriedenheit bei den Besuchern
 des Oleg Kagan Musikfestes 2001

 Der Kunde ist König – Kundenzufriedenheit spielt heute auch im Kulturleben eine immer wichtigere Rolle. Wie die Besucher des Oleg Kagan Musikfestes die Veranstaltung bewerten war daher für die Organisatoren der Veranstaltung von Interesse und wurde durch eine Besucherbefragung analysiert, deren Ergebnisse Prof. Dr. Jürgen Schmude und Dipl.-Geogr. Stefan Neumayr dem Vorstand und allen beteiligten Mitarbeitern des Oleg Kagan Musikfestes zu diesem Zweck vorstellten.

Zwischen dem 4. und dem 15. Juli 2001 hatten die Wissenschaftler bei allen 14 Konzerten Fragebögen an die Gäste ausgeteilt. Nach Abschluß der Befragung standen insgesamt 678 verwertbare Fragebögen zur Auswertung zur Verfügung. Da mit einem Fragebogen u.U. mehrere Personen erfaßt wurden (Paare, Familien, Gruppen) und diese häufig auch mehrere Konzerte besuchten, konnten Angaben und Meinungen von insgesamt 76 % der Gäste erfaßt werden.

Der „durchschnittliche“ Konzertbesucher nahm 2001 bereits zum vierten Mal am Oleg Kagan Musikfest teil und besuchte heuer 2,6 Konzerte. Die Stammgäste spielen also eine wichtige Rolle für die Veranstaltung, die außerdem einen starken regionalen Charakter aufweist, denn fast 80 % aller Gäste kommen aus Bayern, knapp 40 % aus dem Landkreis Miesbach. Wie wichtig es ist, bereits heute daran zu denken, ein „Nachwuchspublikum“ zu generieren zeigt die Tatsache, daß rund 70 % der Gäste bereits älter als 50 Jahre waren.

Insgesamt erhielten die Veranstalter sowohl hinsichtlich der Organisation als auch der musikalischen Gestaltung überwiegend „gute Noten“ durch das Publikum. Mehr als die Hälfte der Besucher zeigte sich mit den bisherigen Anfangszeiten der Konzerte einverstanden. Eine große Mehrheit der Besucher sprach sich zudem dafür aus, Nachwuchskünstler in Zukunft häufiger in das abendliche Hauptprogramm des Festivals aufzunehmen. Auf den vorderen Plätzen der positiven Eindrücke der Konzertbesucher wurden außerdem der außergewöhnlich reizvolle landschaftliche Rahmen der Veranstaltung genannt, die Qualität der Künstler, die Organisation des Musikfestes und die Programmgestaltung.

Aus der Kritik der Befragten resultierten verschiedene Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Organisation und der Vermarktung des Musikfestes. Als wichtigste Ratschläge sind hierbei eine verbesserte Ausschilderung des Veranstaltungsortes Wildbad Kreuth und seine Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, eine Aufwertung des Catering-Angebotes, der Aufbau einer eigenen Homepage mit Bestellmöglichkeiten für die einzelnen Konzerte und eine Verstärkung der Pressear­beit zu nennen.

Durch eine Umsetzung der vorgeschlagenen Handlungsleitlinien könnte auch in Zukunft die Stellung des Oleg Kagan Musikfestes als ein Highlight der kulturellen Veranstaltungen im Landkreis Miesbach weiterhin gesichert und der Bekanntheitsgrad auch außerhalb der Region gesteigert werden.

 

von links: Dipl.-Geogr. Stefan Neumayr  -  Renita Engel-Aschoff, 1. Vorsitzende Musikfest Kreuth  -  Prof. Dr. Jürgen Schmude